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01.10.2019

Tatkräftig für Kinder in Not

Historisches Augsburger Friedensgemälde für 10 Jahre Vorsitz an Pfarrer Dr. Bernhard Sokol von der Stiftung Evang. Waisenhaus und Klauckehaus Augsburg

Mit zwei Kupferstichen der Augsburger Friedensgemälde von 1755 und 1748 ehrte die über 445jährige Stiftung Evangelisches Waisenhaus und Klauckehaus, eine der ältesten evangelischen Stiftungen in Augsburg, ihr dienstältestes Mitglied Rolf Heim (links), Träger des Goldenen Kronenkreuzes des Diakonischen Werkes Bayern, und Pfarrer Dr. Bernhard Sokol für seinen zehnjährigen tatkräftigen Vorsitz.

Foto ganz unten: Weiter geht der Um- und Neubau im Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum Augsburg (EvKi): Auf dem Gelände des Deffnerhauses in Hochzoll-Nord errichtet die Trägerstiftung Evangelisches Waisenhaus und Klauckehaus ein integratives Kinderhaus für Kinder von drei bis zwölf Jahren mit insgesamt 100 Betreuungsplätzen in Kindergarten und Hort. Fotoquelle: EvKi/ I.Dammer

Augsburg (pm). Ein Schiff im tosenden Meer und doch behütet von himmlischen Gewalten, eine Stadt hoch oben auf dem Berg geschützt wie eine Burg: Die Augsburger Friedensgemälde von 1755 und 1748 lassen viel Platz für Interpretationen über die Situation des evangelischen Augsburgs im 18. Jahrhundert. Angefertigt von dem Künstler Chr. Fr. Hoermann de Guttenberg waren die Kupferstiche viele Jahre im Besitz der 1572 gegründeten Stiftung Evangelisches Waisenhaus und Klauckehaus Augsburg. Nun wurden sie feierlich an den Stiftungsvorsitzenden Dr. Bernhard Sokol und seinen Stellvertreter sowie Rektor der J.G. Klaucke’schen Stiftung, Rolf Heim, übergeben. Die Administration der Stiftung bedankte sich mit dem besonderen Geschenk bei Pfarrer Sokol für zehn Jahre ehrenamtlichen und tatkräftigen Vorsitz, Rolf Heim wurde als dienstältestes Mitglied für mittlerweile 24 Jahre treues Engagement in der Administration im Rahmen einer Jubiläumsfeier im Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum Augsburg (EvKi) geehrt.

Den Stifterwillen lebendig halten

„Es war ein Kraftakt alles wieder in ruhiges Fahrwasser zu bringen“, erinnerte Rolf Heim in seiner Laudatio für Sokol. Nach verschiedenen Wechseln im Stiftungsvorsitz lag ab 2009 „der Fokus wieder ganz auf der Kinder- und Jugendhilfe“. Umbau, Modernisierung und Erweiterung des EvKi bei laufendem Betrieb, die kurzfristige Unterbringung der vielen Unbegleiteten Minderjährigen in der Flüchtlingskrise 2015 sowie zahlreiche bürokratische Herausforderungen galt es für den 56-jährigen Vorsitzenden, der im Schuldienst am Gymnasium St. Stephan steht, „nebenbei“ zu meistern. „Ohne die Administration, die Einrichtungsleitung, die Mitarbeiter und deren Partner könnte man so eine Arbeit nicht tun“, wehrte Sokol in seiner Rede ab. „Unsere Aufgabe ist es, den Stifterwillen lebendig zu halten bis Christus wiederkommt“, betonte der Theologe. Inmitten aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen für Demokratie, Menschenrechte, Frieden und Bewahrung der Schöpfung gelte es nach wie vor „Kinder zu begleiten und zu beherbergen“. Dass „wir uns im vereinten Geist und Frieden dafür einsetzen“, dafür dankte EvKi-Leitung Sigrun Maxzin-Weigel beiden Jubilaren und überreichte Sokol mit einem Augenzwinkern eine Ledermappe für den kleinen Aktenverkehr als Geschenk.

Neues Stiftungs-Projekt: das EvKi-Kinderhaus

Diese wird sicherlich schon bald zum Einsatz kommen: Ein neues Großprojekt steht an im Evangelischen Kinder- und Jugendhilfezentrum. So errichtet die Stiftung auf dem Gelände des Deffnerhauses in Hochzoll-Nord ein integratives Kinderhaus für Kinder von drei bis zwölf Jahren mit insgesamt 100 Betreuungsplätzen in Kindergarten und Hort. Plätze, die von Hochzoller Eltern händeringend gesucht werden. Mit diesem neuen Kinderhaus schließt das EvKi auch die letzte Lücke in seinem umfassenden Angebot für Kinder und Jugendliche: die Betreuung von Kindern zwischen Kinderkrippe und Hort.